Salama! Hallo Madagaskar!

Abiturientin Anne Geiger erkundet Madagaskar im Zuge eines Sozialprojekts

Der „collared brown lemur“ fühlt sich sichtlich wohl auf 
Annes Schultern. (Foto: privat)

Schaidt/Andasibe. Seit Ende April verbringt Anne Geiger, die dieses Frühjahr ihr Abitur gemacht hat, drei Monate im tropischen Inselstaat Madagaskar. Ziel ihres Aufenthalts ist es, Vorschulkindern aus ärmeren Verhältnissen in der Schule unter die Arme zu greifen und mit ihnen die Freizeit sinnvoll zu gestalten. Da die meisten Menschen dort nur madagassisch sprechen, bringt Anne ihnen etwas Englisch und Französisch bei. In Madagaskar sind sowohl der Besuch einer Grundschule als auch der einer weiterführenden Schule kostenpflichtig, weswegen viele Familien sich diese oft nicht leisten können. Das Projekt hilft dabei, auch schon den Jüngsten Bildung zu ermöglichen. Da macht es Anne natürlich stolz, wenn die Kinder von Tag zu Tag Fortschritte machen.

Während ihrer Zeit in Madagaskar lebt sie in einer Gastfamilie, die so groß ist, dass die angehende Studentin gar nicht überblicken kann, wer alles dazu gehört.

Wenn sie Andasibe mit ihrer Heimat in der Südpfalz vergleicht, kann Anne natürlich große Unterschiede feststellen, bei der Infrastruktur angefangen: „Die Entfernungen sehen auf der Karte viel kleiner aus, als sie in Wirklichkeit sind. Allein durch die vielen Schlaglöcher und die generell schlechte Straßensituation braucht man ewig, etwa vier Stunden, um Entfernungen von 130 Kilometern zurückzulegen“, berichtet Anne.

Blick auf den wunderschönen tropischen Regenwald und Reisfelder in 
Andasibe. (Foto: privat)

Ein besonderer Höhepunkt war auch der Besuch eines Teils des Regenwalds, in dem man die für Madagaskar typischen und einzigartigen Affen, die Lemuren, bestaunen kann. Diese Primaten zeigen angesichts der Besucher keinerlei Berührungsängste: „Als sich das erste Mal ein Lemur bei mir auf die Schulter gesetzt hat, habe ich mich unglaublich erschrocken. Die Tiere springen schnell herum und klettern einem sogar auf den Kopf“, erzählt Anne. Auch die Menschen fallen der 18-Jährigen positiv auf: „ Als Vazah (so werden hier Ausländer genannt) ist man natürlich total interessant und so sind immer madagassische Kinder bei uns dabei, wenn wir Spiele spielen oder unsere Wäsche von Hand waschen.“ Obwohl Anne sich in einem sehr armen Land befindet, ist sie sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung, bei dem Projekt mitzuarbeiten. So kann sie etwas erreichen und die Zeit verfliegt dabei auch ziemlich schnell. Natürlich gibt es noch Einiges mehr über Annes Abenteuer zu erzählen. Interessierte können gerne mehr auf ihrem Blog www.anne-exploring.blogspot.de nachlesen. (viv)