44 von 13.000

19 staatlich anerkannte Altenpfleger und 25 staatlich anerkannte Altenpflegehelfer verabschiedet

Dieter Hauck, Walter Boes, Bärbel Haas, Sonja Burg und Rainer Sprotte (von links). (Foto: honorarfrei)

Wörth. Sprichwörtlich wie ein Tropfen auf den heißen Stein mutet die Zahl von 44 Absolventen der Fachschule Altenpflege/-hilfe in Wörth an, wenn zeitgleich ca. 13.000 Pflegestellen zu besetzen sind. Dennoch darf man diese Zahl nicht kleinreden, denn dahinter stehen für jeden einzelnen Absolventen ein oder drei sehr anstrengende und teils entbehrungsreiche Jahre. Vielfach galt es den Spagat zu meistern, zwischen Familie, Freizeit und gleichzeitig Berufsausbildung in Fachschule und Pflegeeinrichtung. Einige Absolventinnen hatten bereits eigene Kinder, sind auch teilweise alleinerziehend, so dass neben der umfassenden Pflegeausbildung, den vielfältigen Klausuren und praktischen Prüfungen in den Einrichtungen, nochmals ganz besondere Anforderungen zu bewältigen waren.

Schulleiter Rainer Sprotte sprach daher auch allen frisch gekürten Pflegefachkräften den größten Respekt der gesamten Schulgemeinschaft aus und begrüßte ganz herzlich den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, in dessen Wahlkreis die Fachschule Altenpflege in Wörth liegt. „Es ist eine Ehre für unsere Schule und ein hohes Maß an Wertschätzung für unsere Absolventen, Sie heute bei uns zu wissen“, so Sprotte. In seiner Rede betonte Staatssekretär Dr. Gebhart, dass die Politik aktuell viele Hebel in Bewegung setzt, um der steigenden Anzahl an hochbetagten Menschen eine menschenwürdige Pflege anbieten zu können.

Sehr persönlich und kurzweilig verabschiedete Klassenleiter Uwe Erkelenz seine 19, in interessanten, aber schweißtreibenden drei Jahren ausgebildeten Altenpfleger und erntete dafür auch von seinen ehemaligen Schülern großen Zuspruch.
In einem humorvollen und gleichzeitig satirischen Sketsch pointierten die Absolventen den bereits heute herrschenden Pflegenotstand: Einem Pfleger gelingt es, mittels Trillerpfeife und „trainierten“ Pflegebedürftigen, fünf Personen gleichzeitig zu pflegen. Dass weder dieses Szenario noch die Pflege durch humanoide Pflegeroboter das Ziel einer humanen Pflege sein kann, darauf verwies Studiendirektor Detlef Schmitz in seiner Rede. (per)