Check-in auf griechisch

Mahlzeit! Die Pfalz-Echo-Mittagspausen-Kolumne

„Na, wie war denn euer Griechenland-Urlaub? Habt ihr euch gut erholt?“, fragt Elli Paula, die gut gebräunt den Pausenraum betritt. „Kalimera! Also an sich war der Urlaub sehr schön, aber mit Kindern gut erholt? Na ich weiß nicht …“, runzelt Paula die Stirn. „Unser Jüngster hat  überhaupt keinen Mittagsschlaf gemacht, und wir mussten aufpassen, dass er sich nicht ohne Schwimmflügel in den Pool stürzt, da er vor ein paar Wochen gelernt hat, wie viel Spaß es eigentlich macht, vom Beckenrand ins Wasser zu hüpfen. Aber das wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen, das Aufregende kam ja erst beim Abflug. Wir wären fast nicht mehr in den Flieger nach Deutschland gekommen! “, erzählt sie und beißt in ihr richtig gutes deutsches Leberwurstbrot, das sie doch ein bisschen vermisst hat. „Was war denn los?“, ist nun auch Günni hellhörig geworden. „Sogar recht pünktlich zwei Stunden vor Abflug um 17 Uhr sind wir am vollen Flughafen angekommen und haben uns in die vermeintlich beste Schlange gestellt. Endlich am Schalter angekommen, teilte uns die freundliche Griechin mit, dass unsere Namen leider nicht in ihrem System gelistet sind und die nette Dame vom Bodenpersonal solle sich doch mal darum kümmern.“

„Ach herrje, und wie ging es dann weiter?“, fragt Elli. „Wir wurden zwischenzeitlich mit noch sechs weiteren Personen, die das gleiche Problem hatten wie wir, nicht gerade sehr platzsparend zwischen den beiden Schlangen mit all unseren Koffern und meinem nörgelnden Sohn geparkt. Das Ganze hat sich tatsächlich zwei Stunden hingezogen! Drei Minuten vor geplanten Abflug um 19 Uhr standen wir sage und schreibe immer noch mitsamt Kind und Kegel genau an der gleichen Stelle!“, erklärt Paula weiter und beißt in die wirklich guten deutschen Essiggurken. „Nach mehrmaligen Fragen erklärte uns die Dame, die mittlerweile schon schweißgebadet war, dass nun die Namen der Fluggäste übermittelt worden wären und der Check-in nun möglich wäre. In Windeseile sind wir dann am VIP-Schalter eingecheckt, haben die Koffer durch das Röntgen gebeamt und wurden mit einem VIP-Service durch den Flughafen, die Kontrolle und zum Gate geführt. Unsere Namen wurden mittlerweile schon ausgerufen. Meinem Mann hat es gefallen, dass wir bei jeder Schlange einfach nach vorne geführt wurden und mein Sohn fand es super, in einem rasenden Tempo auf dem Kofferwagen durch den Flughafen geschoben zu werden und hat sich kringelig gelacht. Und so ein leerer Shuttle-Bus hat auch was“, lächelt Paula und schleckt sich  den guten Pfälzer Senf von den Fingern. „Außerdem haben wir im Flugzeug die besten Plätze bekommen, mit extra viel Beinfreiheit, das hat die ganze Aufregung dann wieder wett gemacht … So, und wer geht nun als nächstes in Urlaub?“

„Wir gehen nach Fuerteventura“, meldet sich Herr Schmidt. „Dann wünsche ich euch schon mal viel Spaß! Vielleicht erlebt ihr ja einen spanischen Check-in“, freut sich Paula doch etwas schadenfroh und prostet den anderen mit dem wirklich leckeren Apfelsaft aus dem regionalen Hofladen zu: „Jamas!“