Landau. Düngen mit Kaffeesatz, Digitalisierung, Seifenblasenforschung, leuchtende Hörspielkassetten. Der Universitätscampus bot am Mittwoch, 29. Mai, geballtes Wissen zum Bestaunen – nicht nur durch die Studenten. Bei der Science-Fair präsentierten Schüler aus 17 verschiedenen Gymnasien und integrierten Gesamtschulen ausgeklügelte Projekte und faszinierende Tüfteleien unter dem Motto „Effekte“. 

Das Wissenschaftsfestival wurde erstmals 2014 vom Pamina Schulzentrum Herxheim initiiert und hat seitdem den Wettbewerb für weitere Schulen der Region geöffnet. Unterstützung erhält die Science-Fair unter anderem durch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Herxheim Hedwig Braun und Schirmherr Prof. Dr. Michael Buback. 

Engagierte Schüler, die Projekte in den Bereichen Mensch und Gesellschaft oder Natur und Technik realisieren wollen, bekommen damit eine Plattform für ihre Forschung.

Zahlreiche Besucher bestaunten die Schüler-Projekte. (Foto: stm)

Die Inhalte wurden über viele Monate hinweg selbstständig ausgewählt und entwickelt – parallel zum regulären Unterricht. Ök Gel, Lehrer am Pamina Schulzentrum Herxheim und Mitglied der Planungsgruppe, berichtet: „Den Schülern und Lehrern war es wichtig, Forschung in allen Wissenschaftsbereichen zu ermöglichen und nicht nur in den MINT-Fächern. Deswegen ist die Science-Fair auch ein großes Festival der Wissenschaften. Sowohl Oberstufen als auch Mittelstufen nehmen teil, sogar Abgänger beteiligen sich. Dabei steht die Freiwilligkeit der Teilnahme im Vordergrund. Durch die Eigenmotivation erlangen die Schüler Wissen, welches in keinem Lehrplan steht. Wir Lehrer gaben nur auf Wunsch Ratschläge und Tipps.“

Der jährlich stattfindende Forschungswettkampf wird seit 2017 auf dem Campus der Universität Koblenz-Landau ausgerichtet. Eine unabhängige Jury bewertet die Schüler-Projekte und versucht, unter den vielen innovativen Ideen, die Sieger des Wettbewerbs zu ermitteln. Weiterhin konnten in diesem Jahr auch die Besucher der Ausstellung für einen Zuschauerpreis abstimmen. 

Der Quizroboter „Sugarman“ stellt Ernährungsfragen (Foto: stm)

Bei über 50 Projekten keine leichte Aufgabe. Vom Organisieren eines Holi-Festivals zu Ehren des Grundgesetzes, öffentliche Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern, ein Quizroboter aus Lego-Steinen der auf Klatschen reagiert bis zu den Mythen des Mondkalenders: Alle Teilnehmer bewiesen auf der Science-Fair innovative Ideen und beeindruckende Forschung – kluge Köpfe von morgen, schon heute.

Sieger der Veranstaltung wurden im Bereich Mensch und Gesellschaft Mittelstufe „Kolobok: Ein Ball für Demenzkranke Menschen“ von Maks Zamojski und Finn Kirchberg, Mensch und Gesellschaft Oberstufe „Digitale Welt: Unbekannt und alltäglich“ von Jule Mayr, im Bereich Natur und Technik Mittelstufe „Intelligent Farmer“ von Anton Wilhelmi, Frederik Reuther und Nils Kuhn sowie im Bereich Natur und Technik Oberstufe „Die optimale Chipstüte“ von Lisa Fetsch und Julia Pfanger.

 Den Zuschauerpreis erhielt „Effekt mal 2: Selbstbewusstsein stärken und Interesse an Naturwissenschaften wecken beim Experimentieren mit Vorschulkids“, an dessen Projektgestaltung sich zahlreiche Schüler der Maria Ward Schule Landau beteiligten. (stm)

Weitere Informationen unter www.pamina-science-fair.de

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