Effiziente Untersuchung ohne Verletzung der Haut

Über die 3-D-Echokardiographie am Standort Germersheim

Chefarzt Dr. med. Herbert Lorenz hält jährlich im November, im Rahmen des „Herztages“, einen Vortrag über das lebenswichtige Organ. Infos folgen. (Foto: Asklepios)

Kandel. Beschwerden von Herzrasen über Kurzatmigkeit bis hin zu schwerer Luftnot, Brustschmerzen und Gleichgewichtsstörungen können auf einen Herzklappenfehler hinweisen. Liegt eine solche Erkrankung vor, kann sie im Zweifel zu einer Herzschwäche führen. Um in Echtzeit bewegte Strukturen am Herzen darzustellen und zu untersuchen, eignet sich ein spezielles Verfahren, das von der Abteilung um Dr. med. Herbert Lorenz, Chefarzt Innere Medizin und Kardiologie, am Asklepios Klinikum Germersheim angeboten wird.

„Als wichtigstes Bildgebungsverfahren mittels unschädlicher Schallwellen nutzen wir in unserer kardiologischen Abteilung die Echokardiographie inklusive 3-dimensionaler Darstellung“, erklärt Dr. Lorenz. „Die modernen Schallkopfsysteme sind aus hochreinen Keramik-Elementen gefertigt und erlauben uns die dreidimensionale Echtzeit-Darstellung der Herzstrukturen, ohne schädliche Röntgenstrahlung.“

Dieses standardisierte Verfahren zur Ausmessung der Herzhöhlen und Herzklappen in hoher räumlicher und zeitlicher Qualität, durchgeführt mit modernsten Geräten von spezialisiertem Fachpersonal, sei eine Besonderheit am Standort Germersheim. Insbesondere im Bereich der Diagnostik von Herzklappenfehlern und speziell bei der Feststellung einer Mitralklappen-Insuffizienz (des zweithäufigsten Herzklappenfehlers in Europa) sei diese Methode bereits sehr gut etabliert. Auf Überweisung eines Kardiologen kann die 3-D-Schluckechokardiographie am Klinikum auch ambulant durchgeführt werden.
„Wir bieten durch unsere sehr gute nicht-invasive Technik eine Art der Untersuchung an, die von außen’, also ohne Verletzung der Haut, angewendet wird“, so der Chefarzt weiter.
Der gebürtige Nagolder kam vor genau drei Jahren durch eine Personalvermittlung in die Südpfalz. Zuvor war der Familienvater als Oberarzt für die nicht-invasive und invasive Kardiologie und Intensivmedizin in Zweibrücken tätig gewesen, nachdem er über sechs Jahre am Klinikum Ludwighafen gearbeitet hatte. In seiner Position als Chefarzt am Asklepios Klinikum am Standort Germersheim, die er seit 1. April 2016 bekleidet, fühlt er sich wohl und gefordert. Auch seine Frau und drei Kinder im Alter von acht bis elf Jahren sind in der Region angekommen und genießen die vergleichsweise milden Temperaturen und tollen Radwege an freien Tagen gemeinsam.

„So vielfältig wie die Südpfalz ist auch unser Personal“, betont Dr. Lorenz. „In unserem Team wird Austausch über Kulturen und Nationalitäten hinweg großgeschrieben. Zusammen mit meinem Kollegen Dr. Matheiowetz (Gastroenterologe) leite ich die Innere Medizin mit vier OberärztenInnen und acht AssistenzärztenInnen. Unsere Mitarbeiter kommen neben Deutschland aus Syrien, Israel, Rumänien, Ägypten, Bosnien und Italien.“
Als Hypertensiologe (Qualifikation zur Behandlung von Bluthochdruck) und kardiovaskulärer Präventivmediziner (Spezialisierung zur Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen) achte Dr. Lorenz bei seinen Patientinnen und Patienten vor allem auf die richtige Einstellung der Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie oder auch Nikotinkonsum.

Eine der wichtigsten Veranstaltung für den Mediziner ist der Herztag, der jährlich im November zur Sensibilisierung der Bevölkerung stattfindet. Hier informiert er die interessierten Besucher über jegliche Erkrankungen des Herzens und frischt anhand einer Anleitung ihre Wiederbelebungs-Fähigkeiten auf, weshalb der November schon jetzt im Kalender markiert werden sollte.

Grundsätzlich legt Dr. Lorenz seinen Patienten und auch den Teilnehmern seiner Kirchengemeinde, der Freikirche Er-Lebt Forum in Landau, in der er in seiner Freizeit Verantwortung übernehme, einen bewussten und gesunden Lebensstil ans Herz. Denn nur so könne man auch Beschwerden des Kreislaufs, des Gefäßsystems, der Lunge und des Gehirns und die Folgen, wie beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, vermeiden. (per)