Landau. Seit fast einem Jahr arbeiten die Organisatoren des Projekts „care4future“ in der Region zusammen, um Schülern in der Berufsorientierungsphase die Welt der Pflegeberufe näher zu bringen. Dahinter steckt zunächst eine Kampagne der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die widerum von der Unternehmens- und Personalberatung contec GmbH vor Ort umgesetzt wird. Um das große Ziel, möglichst viele junge Menschen für die Arbeit in Pflegeberufen zu begeistern, umsetzen zu können, galt es zunächst möglichst viele Partner in der Region zu finden: Hier in der Südpfalz sind es am Ende acht Partner geworden, die in dieser Sache eng zusammengearbeitet haben: das Diakoniezentrum Landau Bethesda, das Senioren-Zentrum Haus Edelberg Bellheim, das Südpfälzische Zentrum für Pflegeberufe, die Fachschule für Altenpflege Landau, die Nardini-Pflegeschule Landau, das DRK Landau (Durchführung eines kostenlosen Erste Hilfe Kurses) und die Konrad-Adenauer-Realschule Plus (KARS) mit Fachoberschule Technik, Landau.

In den vergangenen Monaten haben Schüler der KARS an Projektagen und Blockunterricht immer wieder viele Aspekte im Bereich der Pflegeberufe kennengerlernt. Die Kooperationspartner haben dafür viele Einblicke in den Pflegealltag gegeben und Hintergrundwissen vermittelt, Pflegeschülerinnen in Ausbildung haben aus ihrem Alltag berichtet und vor Ort in den verschiedenen Einrichtungen konnten die Schüler auch praktische Erfahrungen sammeln.

Die Schüler der KARS haben ihre Erfahrungen zusammengefasst. (Foto: hea)

Bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Mittwoch, bei der alle Beteiligten noch einmal zusammenkamen, um ein Resümee zu ziehen, zeigten sich die Schüler, Lehrer und Vertreter der Einrichtungen allesamt höchst zufrieden. Das negative Image der Pflegebranche – schlechte Bezahlung, Unterbesetzung, Überstunden – konnte in ein positives gewandelt werden. Die Schüler der KARS fassten in einem Schaubild zahlreiche positive Aspekte zusammen: der Kontakt mit Menschen, ein angenehmes Arbeitsumfeld und vor allem die praktische Arbeit fanden großen Zuspruch.

„Wir haben große Hoffnung, dass einige durch dieses Projekt dazu animiert werden, tatsächlich einen Beruf in diesem Bereich zu wählen“, erläutert Jessica Hernández, Organisationsberaterin und Projektleitung care4future, „und es wäre natürlich großartig, wenn das Projekt auch in den kommenden Jahren wiederholt werden könnte.“ (hea)

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