Herxheim. Der Speedway-Paar-Cup wurde erstmals auf der Speedwaybahn im Herxheimer Waldstadion ausgetragen. 800 Zuschauer waren gekommen, um das Spektakel zu beobachten. Favoriten waren die Wölfe aus Wittstock und die Teams aus Dohren und Cloppenburg. Am Ende des Tages stahlen aber Erik Riss und Max Dilger allen die Show.

Mit angepasster Punktewertung ging es in die Rennen, denn es gab nicht wie üblich 3-2-1-0 Punkte für die vier Platzierungen, sondern 4-3-2-0 Punkte für die Plätze, wodurch es wichtig wurde, beide Fahrer eines Teams in die Punkte zu bekommen.

Am besten gelang dies den gastgebenden Herxheim Drifters. Erik Riss blieb mit nur einem Punkt unter Maximum und war so einer der Garanten für den Herxheimer Triumph. Teamkollege Max Dilger punktete ebenfalls konstant und biss nach einem Sturz im vorletzten Durchgang auf die Zähne, um den Titel im letzten Heat perfekt zu machen. Nach einem Kettenriss stürzte Dilger ausgerechnet auf seine bereits lädierte Schulter und wurde vom Lauf ausgeschlossen. Er lies es sich trotz Schmerzen nicht nehmen, auch den letzten Lauf zu bestreiten und sicherte mit Erik Riss den Titel.

Erik Riss zeigte sich zufrieden nach dem Rennen. „Ich habe uns vor dem Rennen schon auf dem Treppchen gesehen und wusste, wenn Max gute Starts macht, dann ist was drin. Er kennt die Bahn so gut wie ich.“ Auf der Bahn fing für Riss vor einigen Jahren alles an. Da war es nur klar, dass er gerne Maximum gefahren wäre:  „Ich selbst konnte nicht mein gewünschtes Set-Up fahren, da der Regen die Bahn leicht schmierig gemacht hatte und es war ein bisschen anspruchsvoll die richtige Abstimmung zu finden. Ich war ein bisschen unzufrieden mit einem Lauf. Ich habe einen kleinen Fehler am Start gemacht, sonst hätte ich den Lauf auch noch gewonnen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mehr Speed als Kevin Wölbert hatte, aber im Endeffekt haben wir gewonnen und das ist alles was zählt.“

Die Wölfe Wittstock, für die Kevin Wölbert ein Maximum fuhr, verloren zwar den Titel an die Herxheimer, wurden immerhin noch sicher Zweiter vor dem Team aus Dohren. Die Dohrener, die mit Kai Huckenbeck, Tobias Kroner und Reservist Jörg Tebbe antraten, sicherten sich den dritten Rang erst durch einen Erfolg von Kai Huckenbeck im Stechen gegen Martin Smolinski, der die Farben des MSC Cloppenburg vertrat.

Im Rahmenprogramm bekamen die Herxheimer Lokalmatadoren zu denen sich Marcel Bicher aus Walpersbach gesellte, eine Einsatzmöglichkeit. Sebastian Trapp gewann den Auftaktlauf noch vor Bicher, der dann in den weiteren beiden Läufen gewann und den Sieg holte. Dritter wurde Rudi Eichenlaub, der einmal Zweiter und zweimal Dritter wurde. Dustin Schultz ging bei einem Angriff im letzten Lauf des Tages sogar zu Boden und wurde am Ende des Tages Vierter. (per)