Kandel/Scheibenhard(t)/Landau. Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, weiß man, der Sommer steht vor der Tür. Und was darf in der heißen Jahreszeit auf keinen Fall fehlen? Richtig: Feste, Feste und nochmal Feste. Das PFALZ-ECHO läutet schon einmal die Openair-Saison ein.

Alle zwei Jahre heißt es in Kandel: „Drei Tage feiern, das Stadtfest lädt wieder ein!“ Jede Menge hochkarätige Musik, beste Unterhaltung und eine Bombenstimmung erwartet Kandels Besucher. Von Freitag, 
1. September, bis Sonntag, 3. September, präsentieren sich zahlreiche Künstler auf den fünf Bühnen in der Innenstadt. Insgesamt über 300 Künstler erwarten die Besucher. Ob Bauernmarkt, Begegnungsfest, Party oder zahlreiche Live-Bands – für jeden ist etwas dabei. Neben abwechslungsreicher Livemusik und dem Begegnungsfest der Kulturen wird auch in diesem Jahr der beliebte Bauernmarkt auf dem Plätzel stattfinden, auf dem kulinarische Köstlichkeiten wie Öle und Honig erworben werden können.

Zudem findet ein verkaufsoffener Sonntag statt, der die Herzen der Kunden höher schlagen lässt. Am Sonntag, 3. September, von 
13 bis 18 Uhr, öffnen die Einzelhändler ihre Geschäfte und laden zum gemütlichen Bummeln ein.

Über die Grenzen

Am Samstag, 10. Juni, und Sonntag, 11. Juni, feiert Scheibenhard(t) diesseits und jenseits der Lauter das völkerverbindende 22. deutsch-französische Brückenfest (Fête du pont). Weit über die Landesgrenzen hinaus ist diese Veranstaltung mittlerweile zu einem festen Bestandteil des kulturellen Veranstaltungskalenders geworden. Das Fest wird am Samstag um 16 Uhr durch die beiden Bürgermeister Edwin Diesel und Francis Joerger offiziell eröffnet. Als eines der Highlights in diesem Jahr gilt der Auftritt der Band Saftwerk, die samstags auf der Bühne im deutschen Teil um 20  Uhr auftreten wird. Auf der Bühne im elsässischen Teil wird ab 17.30 Uhr die Gruppe Happaranka aus dem Elsass mit böhmischer Blasmusik für Stimmung sorgen. Ab 21 Uhr sorgt die Band Les Megaboys für Stimmung. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Festgottesdienst auf der Lauterbrücke, der durch Alphornbläser eingeleitet wird. Am Nachmittag sorgen Musikvereine aus der Umgebung für Unterhaltung.

Der Landauer Sommer fand erstmals 1992 statt und ist seit dem stetig gewachsen. In diesem Jahr sind acht Bühnen in der Innenstadt verteilt, auf denen den Besuchern vom 7. bis zum 9. Juli ein abwechslungsreiches Programm geboten wird. Bei gutem Wetter rechnet die Veranstalterin, die Stadt Landau, mit 50.000 bis 60.000 Besuchern. Umso wichtiger, dass alles gut organisiert ist. An dieser Stelle kommen Sonja Brunner-Hagedorn und ihre Kollegen vom Büro für Tourismus und Marktwesen ins Spiel. „Mein Job ist es, eine musikalisch und kulinarisch vielfältige Veranstaltung zu organisieren. Ich versuche, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen“, so die Beamtin. Damit dies gelingt, beginnen die Vorbereitungen bereits im Februar. Ab Ende März laufen die Bewerbungen der Gastronomiebetriebe ein, die gerne einen Stand bewirten möchten. Aus diesen Bewerbungen stellt sie ein möglichst vielfältiges Angebot an kulinarischen Genüssen zusammen. Wenn ca. drei Monate vor Festbeginn die Zulassungen für Imbiss und Ausschank an die Wirte vergeben werden, beginnt die heiße Phase der Planung. Nun geht es daran, unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften, einen Aufbauplan zu erstellen. Stände, die mit Fett braten, müssen einen Mindestabstand von Häuserwänden einhalten und Feuerwehrzufahrten dürfen nicht blockiert werden. Der Auftrag für die Müllentsorgung wird ebenfalls zu diesem Zeitpunkt vergeben, genau wie der an eine private Sicherheitsfirma, die die Stände und Bühnen nachts bewacht. Während der Veranstaltung sorgen darüber hinaus, die Polizei, das Ordnungsamt und Jugendschutzbeauftragte für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Noch zwei Monate bis zum Landauer Sommer: Spätestens jetzt müssen die Bühnenbetreiber ihre Künstler gebucht haben, damit mit der Gestaltung der Werbung begonnen werden kann. Die Plakate gehen in den Druck, einen Monat später folgen Flyer, Pressemeldungen und Radiowerbung. Am Mittwoch, 5. Juli, beginnt der Aufbau. Für die Strom- und Wasserversorgung zeichnet die EnergieSüdwest AG verantwortlich. Schließlich ist es soweit: Am 7. Juli beginnt das Stadtfest. Während der Veranstaltungstage ist ständig ein Mitarbeiter des Tourismusbüros als Ansprechpartner vor Ort. Nach drei Tagen Trubel beginnt am Sonntagabend der Abbau, welcher am Montagnachmittag beendet sein muss. Dann kommt noch die Reinigung, bevor am Dienstag alles wieder seinen gewohnten Gang geht und der Wochenmarkt auf den Rathausplatz zurückkehrt, während sich das Team des Tourismusbüros schon dem nächsten Projekt zuwendet: dem Herbstmarkt im September. (teu/nam)