Leidenschaft, Disziplin und Talent

Moritz Reuther geht ins Nachwuchsleistungszentrum des FSV Mainz 05

Bellheim. „Es ist natürlich der Traum jedes fußballbegeisterten Jungen, einmal Profi zu werden. Aber dafür muss man hart arbeiten“, weiß Moritz Reuther. Der 14-jährige Bellheimer liebt seinen Sport und ist für sein junges Alters nicht nur unglaublich diszipliniert, sondern auch mit echter Hingabe dabei.
Begonnen hat seine Liebe zum Fußball früh. Schon mit fünf Jahren stand Moritz mit den Bambinis des FC Phönix Bellheims auf dem Platz – damals noch mit dem Wunsch, mal Torwart zu werden. Seinen ersten Pass spielte er am 
11. Juni 2008. Aber für Moritz war das noch lange nicht genug: Er wollte mehr Fußball spielen und kam so in die Sportschule Behr in Bellheim. Durch den Leiter, Helmut Behr, kam er zum Perspektivteam des KSC. Dort wurde er gesichtet für die U10 und das begann zum Spieljahr 2012/13. Insgesamt blieb Moritz zwei Jahre dort, wurde im zweiten Jahr mit seinem Team auch Meister. 2015 wurde er wieder herzlichst in seinem Heimatverein FC Phönix Bellheim aufgenommen.
Dass Moritz nicht nur mit viel Hingabe, sondern auch extrem viel Talent bei der Sache ist, wird deutlich, wenn man sich die Bilanzen des jungen Sportlers ansieht: 2016 war Moritz mit 
44 Toren Torjäger der Kreisliga Vorderpfalz Süd, 2017 verdiente er sich diesen Titel mit insgesamt 40 Toren in der Landesliga Vorderpfalz. Parallel dazu trainierte er am DFB-Stützpunkt Hatzenbühl und arbeitete sich Schritt für Schritt in die Stammelf der U14-Junioren-Auswahl des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Nach einem DFB-Sichtungsturnier im Juni in Bad Blankenburg erhielt Moritz nun auch die Einladung für seinen ersten U15-Nationalmannschaftslehrgang.

Moritz zeigt auf dem Platz immer vollen Einsatz. (Foto: privat)
Der Fußballer punktet durch seine Schnelligkeit (Foto: privat)

Bei diesen Leistungen wundert es nicht, dass auch namhafte Vereine sich für den Bellheimer interessieren: der FK Pirmasens, Hoffenheim oder Kaiserslautern haben sich bei dem jungen Talent gemeldet. Aber entschieden hat sich Moritz für ein Angebot des FSV Mainz 05 – wo er bald im Leistungsnachwuchszentrum trainieren wird. „Seit August trainiere ich bereits einmal pro Woche in Mainz mit“, verrät Moritz. Die Fahrt zum Training übernehmen seine Eltern, die Moritz voll und ganz bei seinem Plan unterstützen. „Klar ist das machmal auch anstrengend, aber wenn man im Profisport etwas erreichen will, dann muss man auch etwas dafür tun“, erklärt Moritz ganz bodenständig. Auch der Umzug nach Mainz ins Internat und der Wechsel an die IGS Bretzenheim als Eliteschule des Fußballs – all das macht dem 14-Jährigen keine Angst. „Ich war schon ein paar Probetage dort, habe schon neue Freunde gefunden und wäre am liebsten gleich dortgeblieben!“, schmunzelt Moritz, der aktuell noch am Eduard-Spranger-Gymnasium in Landau zur Schule geht. Seine Lieblingsfächer: Sport, Mathe und Chemie. Und natürlich hat der Bellheimer auch einen Berufswunsch, der nichts mit Fußball zu tun hat: „Ich könnte mir gut vorstellen, Tierarzt zu werden“, berichtet er.
Im Juli geht es dann erst einmal nach Mainz, wo viermal pro Woche nach der Schule trainiert wird. Ganz professionell mit Videoanalysen, Krafttraining und natürlich dem Mannschaftstraining gemeinsam mit dem Team. „Ich freue mich total darauf“, so Moritz. Auch wenn es natürlich nicht ganz so einfach ist, Abschied zu nehmen. Neben Familie und Freunden ist Moritz besonders seinen Trainern beim FC Phönix Bellheim sehr dankbar. „Stefan Kiesel – mein Trainer in der D-Jugend – und mein jetziger Trainer Marcel Herter haben mich immer angespornt und motiviert. Dank ihnen habe ich unglaublich viel gelernt!“
Für welchen Verein fiebert der Fußballer eigentlich mit? „Dortmund!“, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. „Das ist wirklich ein Top-Verein!“ Sein Lieblingsspieler ist Héctor Bellerín, der aktuell als rechter Außenverteidiger beim FC Arsenal spielt. „Bellerín ist unglaublich schnell, das ist richtig beeindruckend!“ Schnell ist Moritz allerdings auch – und er bringt definitiv genügend Leidenschaft, Disziplin und Talent mit, um als Pfälzer vielleicht bald für Deutschland auf dem Platz zu stehen…