Vom richtigen Umgang mit der Sprachassistentin

Mahlzeit! Die Pfalz-Echo-Mittagspausen-Kolumne

Mit Sprachassistenten wie Alexa, Siri, Google Now oder Home und Co. erhalten mittlerweile nicht nur Smartphonenutzer Informationen via Sprachausgabe. Richtig eingesetzt können sprachgesteuerte Systeme und Komponenten den Alltag enorm erleichtern und nebenbei für eine Menge Entertainment sorgen.

Wer einen digitalen Assistenten bereits benutzt, merkt schnell, dass die Technik noch nicht ganz so funktioniert, wie sie sollte und Anfragen oder Befehle nicht immer erkannt werden. Ob es nun an der Technik liegt oder am User – der gepflegte Umgang mit den meist weiblichen Stimmrobotern will gelernt sein:
„Ein Kumpel hat mich letztens durch seinen Kampf mit Google Now so zum Lachen gebracht, dass ich mir fast in die Hose gemacht habe!“, prustet Elli in der Mittagspause los. „Er startete Google Now und sagte: ‚Hey Google, wie viele Kilometer sind es bis nach Aspisbach?‘ ‚Ich habe Sie leider nicht verstanden‘, kam die Antwort der netten Sprachassistentin. ‚Bitte wiederholen Sie Ihre Frage.‘ So ging es ein paarmal hin und her. ‚Nach Aspisbach, A-S-P-I-S-B-A-C-H!!! Du blöde Schlampe!‘, brüllte er vor Zorn in sein Handy. ‚Bitte keine beleidigenden Worte‘, war die verblüffende Antwort der cleveren Maschine. Und schließlich: ‚Schlampe: entweder eine unordentliche Frau oder eine Frau, die sehr viele sexuelle Beziehungen hat.‘ Währenddessen lag ich schon, vor Lachen gekrümmt, auf dem Fußboden und röchelte: ‚Du weißt schon, dass der Ort Alpirsbach und nicht Aspisbach heißt, oder?‘“

„Unsere Freunde haben jetzt Alexa Zuhause – und ein bisschen Angst, dass das erste Wort ihrer Tochter nicht Mama oder Papa ist“, lacht Günther. „Und ich habe eine Freundin mit Namen Alexa. Das wird immer lustig, wenn sie zu Besuch kommt und mir die Maschine antwortet, obwohl ich meine Freundin etwas gefragt habe“, erzählt Paula.
„Kurz vor Weihnachten wollte ich von Siri wissen: ‚Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?‘ Ihre Antwort war: ‚Lass es mich mal so sagen: Nicht nur ich weiß, ob du böse oder brav warst.‘ Das ist der Hammer, oder?“, lächelt Herr Schmidt.
„Sprachassistenten werden immer cleverer – vielleicht können sie in ferner Zukunft sogar mehr als nur auf verbale Kommandos reagieren. Vielleicht Kaffee kochen“, sinniert Elli. „Oder ein Bier aus dem Keller holen“, lacht Günther. „Oh, du Macho“, stöhnen Elli und Paula, während Herr Schmidt ihm zustimmend zuzwinkert.
(Anmerk. d. Red.: Von Kandel sind es 126 Kilometer nach Aspirsbach)

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