Der geborene Komiker

Mahlzeit! Die Pfalz-Echo-Mittagspausen-Kolumne.

Das PFALZ-ECHO möchte seinen Lesern auch online etwas bieten. Deshalb bekommen „Follower“ über die Sozialen Netzwerke seit neuestem einiges geboten. Unter anderem gibt es regelmäßig einen Witz zum Feierabend, vorgetragen von einem PFALZ-ECHO Mitarbeiter.
Einige Kollegen diskutieren in der Mittagspause darüber, wie gut diese Witze ankommen. Herr Schmidt startet die Diskussion: „Seid ihr euch auch sicher, dass jemand diese Witze hören möchte? Die Zahlen sprechen ja nicht wirklich für sich.“ „Chef“ startet Paula verständnisvoll „das braucht einfach ein bisschen Zeit. Fredl Fesel wurde auch nicht über Nacht zum Star. Es gibt bestimmt schon Fans.“ Günther meldet sich zu Wort: „Wenn ihr jemand anderen wollt, ich könnte das auch gut machen. Das Zeug dazu hätte ich. Soll ich euch auch mal einen Witz erzählen?“ er setzt sich aufrecht, räuspert sich und legt los „Welcher Tag ist der gefährlichste für ein U-Boot? Na? Der Tag der offenen Tür!“ Günther krümmt sich vor lachen und schnappt nach Luft. „War der schlecht“ sagt Paula ohne mit der Wimper zu zucken. „Mein Papa würde sagen ‚Da rollt es mir gleich die Fußnägel hoch‘“ fügt sie hinzu. „Dann mach es doch besser!“ blökt Günther zurück. „Hört auf zu streiten! Wir bleiben lieber beim Original. Vielleicht kannst du ja mal die Urlaubsvertretung machen.“ Herr Schmidt reibt sich das Kinn „Nun ist aber immer noch nicht geklärt, ob unser Witze-Erzähler ankommt und vor allem bei wem. Ich glaube ja, dass seine Witze vor allem bei älteren Herren beliebt sind und die nutzen diese Plattformen ja gar nicht so regelmäßig.“ „Ich glaube, dass hauptsächlich junge Leute diese Witze gut finden. Da kommen Kindheitserinnerungen hoch und man kann sich ungestört fallen lassen.“ Paula ist sichtlich überzeugt von ihrer These. „Da sieht man mal wieder, dass du keine Ahnung hast“, meckert Günther noch sichtlich beleidigt.
Elli kommt die Küchentür herein und erkundigt sich nach dem Diskussionsthema. Herr Schmidt erklärt: „Wir sind uns nicht sicher, ob die Witze-Reihe weiterlaufen soll, weil wir keine Ahnung haben, ob das überhaupt jemand sehen will.“ Elli ist schockiert: „Setzt bloß nicht die Witze ab! Meine Mama und ihre Freundinnen wären entsetzt. Sie sind schon richtige Fans. Er ist ihr George Clooney aus Nußdorf.“ Betretenes Schweigen. „Also mit jedem Vergleich hätte ich gerechnet“, entgegnet Herr Schmidt kopfschüttelnd „aber nicht damit, dass wir einen Nußdorfer George Clooney unter uns haben.“