Billigheim-Ingenheim. Bereits beachtliche Erfolge vorweisen, kann im jungen Alter von 19 Jahren Stefan Max Holl aus Billigheim-Ingenheim. Der Sportschütze geht unter anderem für den Schützenverein Appenhofen an den Start. 

Begonnen hat für den damals Zwölfjährigen alles im Jahre 2012. Ein Bekannter nahm in mit zu den Dorfmeisterschaften des SV Appenhofen. Dort machte er seine ersten Schritte als Schütze mit dem Luftgewehr. Bald versuchte er sich an der Schnellfeuerpistole und merkte schnell, dass ihm das Schießen mit dieser Waffe den größten Spaß bereitet. Bei einem vereinsinternen Wettkampf, bei dem ein Schütze für die Mannschaft Schnellfeuerpistole gesucht wurde, schnitt er als Bester ab. Seit dieser Zeit ist das Schießen mit der Pistole seine Disziplin. 

Im vergangenen Jahr wurde er mit der Mannschaft aus dem hessischen Klein-Welzheim erstmals Deutscher Meister bei den Junioren. 2019 konnte dieser Erfolg noch getoppt werden, man gewann wieder den Deutschen Meistertitel mit der Mannschaft, außerdem holte sich Stefan Max Holl auch den Sieg im Einzel. Nachdem er mit der Junioren-Nationalmannschaft 2018 im thüringischen Suhl den 3. Platz erreichte wurde man in diesem Jahr Weltcupsieger. 

Der bisher größte Erfolg für Holl war der Sieg bei der Junioren-Mannschafts Europameisterschaft in Bologna im vergangenen September, wo er gemeinsam mit Florian Peter aus Obertshausen und Christoph Lutz (Freudenstadt) am Start war. 

Das deutsche Team stellte dabei einen neuen Europarekord in der Disziplin Schnellfeuerpistole auf. Außer den normalen wöchentliche Übungseinheiten ist einmal im Monat ein Training bei der Nationalmannschaft angesagt. Hierfür reist Stefan Max Holl bereits donnerstags nach Wiesbaden, wo von Freitag bis Sonntag trainiert wird. In den Sommermonaten findet das Schießtraining in Suhl statt. 

Große Unterstützung für die zeitaufwändigen Aktionen erhält er von seinen beiden Chefs Thomas Scholl und German Mayer von Metallbau Scholl & Mayer aus Rohrbach, wo der Sportschütze eine Ausbildung zum Metallbauer durchläuft. Allerdings opfert er den gesamten Urlaub für seinen Sport. „Zurzeit gibt es für mich nur Beruf und die Schießerei“, wie Stefan Max Scholl lachend erklärt. Für seine Hobbys Angeln und Motorradfahren bleibt da wenig Zeit.

Sein nächstes sportliches Ziel ist der Sprung in den Nationalkader der Männer sowie die Olympiateilnahme im Jahre 2024 in Paris. Den Rücken frei hält ihm Mutter Elke, die unter anderem Termine plant, den E-Mail-Verkehr abwickelt und ihn mit allen Kräften unterstützt. (tom)

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