22 Rahmen warten auf ein Kunstwerk. (Foto: privat)

Wörth. Wie sicherlich schon von etlichen Passanten bemerkt wurde, hat sich in den vergangenen Wochen bei der eisernen Brücke des Eselsbuckels in Wörth einiges verändert.

Bereits vor einem Jahr formte der ortsansässige Künstler Andreas Hella die Idee, das nächste Unterführungs-Projekt in Angriff zu nehmen – dieses Mal jedoch in erweiterter, variantenreicherer Form unter Mitwirkung verschiedener Bereiche und Personen. Die schon lange als Ärgernis wahrgenommenen Betonwände der Unterführung unter dem Kreisverkehr sowie die dazugehörigen ca. 60 Meter langen Wandflächen, die auch keinen erfreulichen Anblick boten, sollen mit einer gemeinschaftlichen künstlerischen Aktion in das Projekt „Open-Air-Galerie-Wörth“ integriert werden. Bereits im Ort bekannte Sprayer werden die Unterführung nebst Frontwand mit Graffiti in ein neues kreatives Gewand tauchen. Viel Fläche, viel Arbeit – aber trotzdem mit großer Begeisterung als Idee aufgenommen, sind die Graffiti-Spezialisten seit der abschließenden Besprechung am 6. Juli nach der Besichtigung vor Ort dabei, ihren Einfällen freien Lauf zu lassen und dem kreativen Element für die Gemeinschaft auf die Sprünge zu helfen.

Mit Spannung erwartet wird das Gelingen des zweiten Teils der Aktion: Hellas Vision war hierbei die Integration der weitläufigen Betonflächen, die gegenüber der zwei angelegten Feuchtbiotope den Rad- und Fußgängerweg begrenzen. Von der Stadt finanziert modellierte er hier Bilderrahmen unterschiedlicher Größe und Form auf die Wand, die, golden angestrichen, den noblen Eindruck kostbarer Barock-Umrahmung vermitteln. Für diese insgesamt 22 Bildbegrenzungen werden sich nun Mitglieder des Kunstvereins sowie des Malerrings Maximiliansau darum bemühen, ihre Kreativität in individueller Technik als Motiv einzubringen. „Die Kunst kann doch dafür ein idealer Anschubpartner sein und vielleicht als Initiator-Zündung dienen für weitere Projekte, die zueinander führen“, so Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche. Die gemeinschaftliche Verwirklichung soll am Wochenende 29. und 30. Juli, jeweils ab 10 Uhr, beginnen. Andreas Hella als Initiator und der Kunstverein freuen sich über jede Unterstützung, sei es finanzieller Art, durch kulinarische Beigaben oder durch reges Interesse. (per)