Seit Juni rollen in K2 die Bagger. (Foto: ebl)

Kandel. In seiner Sitzung am 5. Dezember befasste sich der Stadtrat in einem kurzfristig auf die Tagesordnung genommenen Punkt mit der Festsetzung des Quadratmeterpreises für die städtischen Grundstücke im Neubaugebiet Nordwest K2.

Am 16. Mai fand der erste Spatenstich in K2 statt, seit Juni laufen die Erschließungsarbeiten, die Ende 2020 zum Abschluss kommen sollen. Von den entstehenden 165 Bauplätzen für Ein- bis Zweifamilienhäuser sind durch die Umlegung 58 im Eigentum der Stadt. Da es mehr Bewerber als Bauplätze gibt und nicht das höchste Gebot entscheiden soll, hat der Stadtrat bestimmte Kriterien aufgestellt, nach denen die Bauplätze vergeben werden. Begünstigt werden junge Familien mit Kindern.
Wie Stadtbürgermeister Michael Niedermeier informierte, kommen Preise in einer Spannweite von 350 bis 400 Euro pro Quadratmeter in Betracht. Die Stadt hat gegenüber der Kommunalaufsicht den Wunsch geäußert, einen Quadratmeterpreis von 360 Euro anzusetzen. Das liegt, wie Niedermeier bemerkte, deutlich unter den Preisen am freien Markt.

Am Tag der Stadtratssitzung – und das war auch der Anlass für die Änderung der Tagesordnung – erhielt die Stadt von der Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung eine E-Mail. Ausgehend vom derzeitigen Bodenrichtwert von 370 Euro pro Quadratmeter hat die Kommunalaufsicht unter Vorbehalt der Erfüllung der von der Stadt Kandel in der Vergangenheit mitgeteilten Voraussetzungen – Gespräch mit Bürgermeister Niedermeier am 11. September und E-Mail vom 3. Dezember – ihre Zustimmung zu einem Quadratmeterpreis von 360 Euro in Aussicht gestellt.

Die beiden von der Stadt zugesagten Voraussetzung sind, dass junge Familien mit Kindern bei der Vergabe Pluspunkte erhalten und dass ein Weiterverkauf der Bauplätze ausgeschlossen wird. Der Stadtrat sprach sich im Sinne der Beschlussvorlage einstimmig dafür aus, den Quadratmeterverkaufspreis inklusive Erschließungskosten für die städtischen Bauplätze im Baugebiet Nordwest K2 auf 360 Euro festzulegen. (ebl)

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