Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, Autor 
Dr. Harald Bruckert, Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer und Grafiker Stefan Kindel (von rechts). (Foto: Stadt Landau)

Landau. Gemeinsam mit der Landauer Stadtbibliothek lud der Freundeskreis des Archivs und Museums jetzt zur Vorstellung des Tagebuchs des Verlegers August Kaußler ein, der die Zeit des Ersten Weltkriegs in Landau festhielt und damit 100 Jahre später einen tiefen Einblick in den Alltag und das Seelenleben der Bevölkerung gewährt. Dr. Harald Bruckert, Lehrer am Eduard-Spranger-Gymnasium und Historiker, hat das Tagebuch Kaußlers in Buchform herausgegeben und der Öffentlichkeit präsentiert.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, zugleich Vorsitzender des Archiv-Freundeskreises, gratulierte dem Autor zu seiner Publikation. „Das Tagebuch nimmt uns mit auf eine beeindruckende Zeitreise und bereichert unser Verständnis für diese Zeit in unserer Stadt enorm“, so Ingenthron. „Wir werden Zeugen einer ebenso schleichenden wie dramatischen Entwicklung. Von den Tagen der Kriegsbegeisterung im Sommer 1914 bis zudem Versuch des Arbeiter- und Soldatenrats im Herbst 1918 die Geschicke der Stadt zu bestimmen – der Chronist August Kaußler verstand es nüchtern, aber nicht ohne Empathie, mittendrin, aber nicht ohne Distanz, patriotisch, aber nicht deutschtümelnd-nationalistisch zu beschreiben, wie sich die Menschen veränderten und das Leben sich wandelte“, erklärte der Kulturdezernent. „Dem Landauer Historiker und Autor Dr. Harald Bruckert ist es zu verdanken, dass dieser Schatz nun gehoben und in Buchform zugänglich ist.“ (per)