Sascha Kleinophorst über die Zukunft

… die Südpfalz in zehn Jahren: Sascha Kleinophorst über kleinere Schulklassen, unser Konsumverhalten und Videotelefonie

(Foto: Photogroove)

Sascha Kleinophorst, Erzieher und Sänger/Darsteller u. a. am Capitol Mannheim, bei saftWerk und We Rock Queen.

Welches Event darf man 2030 in der Südpfalz nicht verpassen?

Die gleichen Events, die man auch im Jahr 2020 nicht verpassen darf. Die Wein- und sonstigen Feste der Region sind ein fester Bestandteil der Südpfälzer Lebenskultur und daran wird sich in zehn Jahren sicher nichts geändert haben.

Wie kommunizieren Sie 2030 mit Freunden und Kollegen?

Ich hoffe, dass sich die Gewissheit ausbreitet, dass man nicht rund um die Uhr erreichbar sein muss. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Menschen ihre Kommunikationsgeräte öfter mal daheim lassen und es genießen, nicht erreichbar zu sein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Kommunikation wieder vermehrt zu Hause stattfindet und denke, dass Videotelefonie dabei eine größere Rolle spielen wird als heute.

Wo kaufen Sie 2030 Ihre Lebensmittel ein?

Im Idealfall wieder vermehrt bei regionalen Anbietern, die ihre Waren direkt verkaufen. Das Konsumverhalten wird zur Zeit von so vielen Menschen reflektiert und geändert, ich denke, dieser Trend setzt sich fort. Und die Diskussion ist ja spätestens mit dem Treffen im Kanzleramt mit Vertretern von Handel, Ernährungsindustrie und Landwirtschaft „ganz oben“ angekommen.

Wie sieht 2030 eine typische Schulstunde aus?

Die Klassen sind kleiner, damit die Lehrer besser auf einzelne Schüler eingehen können. In meiner Erzieherausbildung habe ich gelernt, ressourcenorientiert zu arbeiten, die Interessen und Stärken eines Kindes herauszufinden und so das selbstständige Lernen zu fördern. Damit Lehrer auch so arbeiten können, müssen die Klassen kleiner werden.

Wie selbstständig kann ein Rollstuhlfahrer in der Stadt einkaufen? Was wird sich in Sachen Barrierefreiheit tun?

In zehn Jahren kann ein Rollstuhlfahrer in der Stadt genau so einkaufen wie ein laufender Mensch. Die Inklusion ist in den letzten Jahren gut vorangekommen, auch wenn es noch einige Baustellen gibt. Aber die Aufmerksamkeit für das Thema ist vorhanden, es wird weiterhin stark daran gearbeitet und das ist gut so.

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