Schäden der Netzhaut durch Sonne erst nach Jahren erkennbar

„Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sind schmerzlos und machen sich erst über Jahre bemerkbar“, so Professor Dr. Frank Holz, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums in Bonn. Das Auge verfügt zwar über einige Schutzmechanismen, jedoch sollten diese nicht über eine längere Zeit ausgenutzt werden.

Was macht die Sonne für unsere Augen so gefährlich?

Im Sommer verbringen wir unsere Zeit am liebsten im Freien. Schwimmen, Fahrrad fahren, Eis essen – Sonnenlicht regt die Vitamin-D-Produktion an und macht uns glücklich. Damit wir die schönste Jahreszeit sorgenfrei genießen können, ist ein guter Schutz für die Augen immens wichtig. Aber warum eigentlich? Die ultravioletten Strahlen der Sonne, auch als UV-Strahlung bekannt, sind schädlich. Zwar zieht sich automatisch die Pupille zusammen, wenn wir ins Licht schauen, was 98,5 Prozent des UV-Lichtes abfängt. Es treffen jedoch 1,5 Prozent ungehindert und ungefiltert auf die empfindliche Netzhaut. Das kann zu einer unmittelbaren Bindehautentzündung führen. Weitaus schlimmer sind dagegen die Spätfolgen: Grauer Star und Altersblindheit können aufgrund von direkter Sonneneinstrahlung entstehen.

Für ausreichenden Schutz der Augen sorgen

Um die Augen vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen und den Schutzmechanismen Ruhe zu verschaffen, ist das Tragen einer hochwertigen Sonnenbrille, welche die UV-Strahlen vollständig schlucken, ein Muss. Dabei zählt nicht nur eine schöne Optik von Gläsern und Gestell, sondern vor allem die Qualitätsmerkmale der Gläser. Beim Kauf sollte man daher zu Modellen mit UV 400 und CE-Zeichen greifen. Des Weiteren ist auf eine ausreichende Größe der Gläser zu achten, die auch vor dem seitlichen Einfall der Strahlung schützen.

Kinderaugen sind besonders schutzbedürftig

Oft vernachlässigt und doch so wichtig: Der Schutz von Kinderaugen. Der körpereigene Schutzmechanismus befindet sich im kindlichen Auge noch in der Entwicklung, was dazu führt, dass Lichtstrahlen vollkommen ungehindert auf die Netzhaut fallen. Forschungen zufolge besitzt die Netzhaut ungesättigte Fettsäuren, welche in Kombination mit dem Sonnenlicht freie Radikale bildet. Das wiederum versetzt das Auge in oxidativen Stress. Um ein Sommerpicknick mit der Familie zu genießen, ist auf die Qualität der Kinder-Sonnenbrillen ganz besonders gut Acht zu geben. Viele in Einzelhandelsgeschäften erhältliche Modelle mit Herzchengläsern und in bunten Farben sehen zwar niedlich aus, bieten aber oftmals überhaupt keinen Schutz. Geeignet sind hochwertige Kunststoffgläser mit hochwertigem UV-Filter und einer durchdachten Passform. Nur so lässt sich garantieren, dass Folgeschäden nicht schon in jungen Jahren zu einem echten Problem werden können.