Sodbrennen – häufige Ursache: Zwerchfellbruch

Prof. Dr. med. Frank A. Wenger, Chefarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Asklepios Südpfalzklinik Kandel spricht über minimal-invasive Operation gegen häufiges Sodbrennen bei Zwerchfellbruch:

Bei einem Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie) tritt ein Teil des Magens in den Brustraum ein – der Bruch tritt häufig an der Übergangsstelle (Hiatus) von der Speiseröhre zum Magen auf. Medizinisch spricht man dann von einer Hiatushernie, die auftritt, wenn das Zwerchfell an Stabilität verloren hat. Eine weitere Ursache ist Übergewicht.

Bei einer Hiatushernie ist die Funktion des Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen gestört. Als Folge können Sodbrennen mit saurem Aufstoßen, Druckgefühl, Übelkeit oder eine Blutarmut aufgrund von Blutungen der Speiseröhre oder des Magens auftreten. Bei längerem Sodbrennen (Reflux) kann es zu Entzündungen und dauerhaften Schädigungen der Speiseröhre kommen – im Extremfall sogar zum Karzinom.
Diagnostisch werden bei diesen Beschwerden eine Magenspiegelung und eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel empfohlen.

Im Falle eines kleinen Zwerchfellbruchs kann eine medikamentöse Behandlung mit säurehemmenden Medikamenten häufig die Beschwerden beseitigen. Bei größeren Zwerchfellbrüchen und Beschwerden sollte eine minimal-invasive Operation zum Verschluss des Zwerchfellbruches und zur Verhinderung des Reflux erfolgen, um einer dauerhaften Schädigung der Speiseröhre vorzubeugen.

Prof. Dr. med. Frank A. Wenger, Chefarzt, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie, Asklepios-Südpfalzklinik Kandel, f.wenger@asklepios.com 07275-71-1100