Teekesselchen

Mahlzeit! Die Pfalz-Echo-Mittagspausen-Kolumne

Das Partyprogramm der Spülmaschine sorgt für Lacher. (Foto: bwe)

„Kennt ihr das Spiel Teekesselchen?“, fragt Elli kauend in die Runde. „Bei unserem letzten Familienfest haben wir davon gesprochen.“ „Wie seid ihr denn bloß auf das Kinderspiel gekommen?“, fragt Günni und löffelt seinen Wurstsalat. „Meine Mutter und ich standen in der Küche und haben nach der Markklößchensuppe, dem Feldsalat und dem üppigen Hauptgang – es gab nämlich Wildschwein und Rinderroulade mit Rotkraut, Spätzle und Knödel – das ganze Geschirr in die Spülmaschine geräumt. In der Zwischenzeit haben sich die Gäste die vollen Bäuche gerieben und eine leichte Fressstarre ist eingetreten, wie wir so schön sagen. Während dem Einräumen habe ich meine Mutter gefragt, ob sie denn ein Partyprogramm hat. Sie hat mich mit großen Augen angeschaut und gesagt: „Ja wie, das hab ich ja noch nie gehabt! Soll ich jetzt auch noch singen?“ Ich wußte erst gar nicht von was sie spricht, denn ich habe doch das Programm der Spülmaschine gemeint, dieses effektive Kurzprogramm während einer Party eben, damit man wieder schnell neues Geschirr hat! Und sie meinte doch tatsächlich, sie hätte für die Gäste noch ein Unterhaltungsprogramm ausarbeiten sollen, ich musste so lachen!“

„Das ist wirklich komisch“, sagt Paula. „Mir ging es ähnlich mit unserer Jüngsten früher. Wenn sie zum Beispiel etwas gefunden hat, was in den Mülleimer gehört, hab ich immer zu ihr gesagt, dass man das wegwerfen muss. Und was macht Emma? Hebt ihren kleinen Arm und wirft es in hohem Bogen weg.“ Günni grinst: „Ja, klar, das hat sie wörtlich genommen, sie hat es ja weggeworfen, du konntest ihr noch nicht mal einen Vorwurf machen.“

Elli steht auf und geht zur Tür. „Ach, vergiss bitte nicht den Müll wegzuwerfen und das Partyprogramm einzuschalten, du hast doch Küchendienst“, tönt es da im Chor.