Umgestaltung des Nußdorfer „Ehrenhains“

Knapp 100 zusätzliche Urnengräber sowie neu gestaltetes Denkmal an Gemeinde übergeben

Umgestaltung des Nußdorfer „Ehrenhains“: Im Rahmen einer Feierstunde, an der auch Oberbürgermeister Thomas Hirsch teilnahm, wurden das neue Urnenfeld und das Denkmal jetzt an die Gemeinde übergeben. (Foto: Stadt Landau)

Nußdorf. Zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs wurde auf dem Nußdorfer Friedhof nach 1945 der sogenannte „Ehrenhain“ errichtet. Dort erinnerten bis zuletzt als Rondell angeordnete Gedenksteine an die Kriegsopfer. Da viele Hinterbliebene die Grabpflege altersbedingt nicht mehr ausüben konnten und auch in Nußdorf der Trend immer mehr weg vom Sargbegräbnis hin zur Urnenbestattung geht, wurde an dieser Stelle ein neues Urnenfeld geschaffen. Auf einer Fläche von 350 Quadratmetern fanden 92 Urnengräber Platz; zudem wurde zur Erinnerung an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ein neues Denkmal geschaffen. Im Rahmen einer Feierstunde auf dem Nußdorfer Friedhof wurden das neue Urnenfeld und das Denkmal jetzt an die Gemeinde übergeben.

„Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Urnenbestattung“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Hirsch, der gemeinsam mit Ortsvorsteher Dr. Thorsten Sögding und dessen Stellvertreterin Annette Korz an der Feierstunde zur Übergabe des neuen Urnenfelds und des Denkmals teilnahm. „Mit 70 Prozent Feuer- und nur noch 30 Prozent Erdbestattungen wird dieser Trend auch in Landau deutlich sichtbar. Wir freuen uns sehr, nun auch den Nußdorfern mit dem neu angelegten Urnenfeld mehr Raum für diese Form der Bestattung bieten zu können. Auch das neue Denkmal für die Gefallenen des zweiten Weltkriegs bietet einen würdigen Rahmen zum Gedenken an die Verstorbenen“, so der Stadtchef.

Unter der Planung des Landschaftsarchitekturbüro Stadt + Natur aus Annweiler wurden die alten Wege, die Anlageform als Kreis und die vorhandenen Bäume und Hecken des „Ehrenhains“ in das neue Konzept integriert. Zugleich wurde die Begehbarkeit der Anlage durch die Reduzierung der Gefälle verbessert; in Ost-West-Richtung ist die Anlage barrierefrei gestaltet. Die Kosten für die Maßnahme betrugen 55.000 Euro. (per)

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