Tiere leiden meist stärker unter der Hitze als Menschen. (Foto: imago-images / Bildwerk)

„Es ist sooo heiß“, jammert Paula in der Mittagspause und drückt sich eine Tüte Tiefkühlerbsen auf den Kopf. „Sei froh, dass du keine Polizistin bist, die haben gerade viel mehr unter den Temperaturen zu leiden“, entgegnet Günter und schleckt genüsslich an seinem Erdbeereis. „Ach, du meinst, weil sie im Dienst keine kurzen Hosen tragen dürfen?“, fragt Paula nach. „Nicht nur das. In Bayern zum Beispiel hält man überhaupt nichts von freizügigen Polizeibeamten – die müssen trotz der Temperaturen ihre Kunstledermütze tragen bis der Schweiß in Sturzbächen übers Gesicht fließt. Da helfen auch das eingenähte Schweißband und die Lüftungsösen nichts mehr“, klärt Günter seine Kollegin auf. „Ach, die sollen sich nicht so haben. Gerade die Beamten unter ihnen mit etwas schütterem Haupthaar tun gut daran, die Mützen schon allein als Sonnenschutz lieber aufzubehalten“, winkt Paula ab und fächert sich mit der aktuellen PFALZ-ECHO-Ausgabe Luft zu. 

„Wusstest du eigentlich, dass Tiere mitunter viel mehr unter den heißen Temperaturen zu leiden haben als wir Menschen“, schaltet sich nun auch Elli in das Gespräch mit ein. „Vierbeiner fühlen sich bei fünf Grad und leichtem Regen am wohlsten – so wie unsere Paula“, witzelt Günter. „Macht ihr nur weiter eure Witze“, Paula hat sich nun ganz nah vor dem geöffnetem Kühlschrank positioniert. „Spätestens an Heiligabend vergehen euch eure Sticheleien.“ „Paula, geht es dir gut?“, Günter scheint nun echt besorgt. „Ich wusste, dass es irgendwann soweit kommen wird und die Hitze dir die Sinne vernebelt. Du weißt schon, dass Weihnachten erst  in fünf Monaten ist?“ 

„Und ob ich das weiß, Günter. Und weißt du eigentlich, dass 2018 so heiß und trocken war, dass Weihnachsbaum-Anbauer die Schreckensnachricht verbreiteten, dass uns die Tannen ausgehen, wenn die Bäumchen einen weiteren heißen Sommer erleben müssen?“ Paula hebt mahnend den Zeigerfinger und platziert ihre Füße mit einem lauten Zischen in einem Eimer gefüllt mit Eiswasser. „Wir schlittern  mit rasanter Geschwindigkeit in ein Weihnachtsfest unterm Plastikbaum!“