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Wer schreibt heute noch Tagebuch – und wofür?

Pfalz-Echo-Umfrage: Worüber schreiben die Südpfälzer und wie oft?

Als Tagebuch bezeichnet man eine autobiografische Aufzeichnung in zumeist chronologischer Form. Oftmals wird das Tagebuchschreiben vorschnell mit jüngeren sowie weiblichen Personen in Verbindung gebracht. Doch neben dem klassischen Tagebuch existieren zahlreiche weitere Formen wie Sport- oder Ernährungs-Tagebücher, welche sich auch bei Erwachsenen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Auch die Motive bezüglich des Schreibens können sehr unterschiedlich sein. Während sich manche Menschen auch Jahre später noch erinnern möchten, nutzen andere den Ausdruck des Schreibens zur Problemlösung oder um den Kopf frei zu bekommen. (mcl)


Kurt Volz, Rohrbach

Ich würde schon behaupten, dass Tagebücher traditionell eher „Mädchensache“ sind. Ich selbst habe jedenfalls noch nie in eines geschrieben. Denn wenn ich möchte, dann kann ich mir wichtige Dinge auch merken, ohne sie aufzuschreiben. Eigentlich kenne ich niemanden, der meines Wissens nach Tagebuch führt.


Helen Fischer, Landau

Ich habe von etwa zwölf bis 13 ziemlich viel geschrieben. Damals hatte man noch wesentlich mehr Zeit als heute. Hinzu kam natürlich aufgrund pubertärer Sorgen oftmals das Bedürfnis, sich einige Dinge von der Seele zu schreiben. Beim Thema Tagebuch denke ich immer an Anne Frank, die das niedergeschrieben hat, worüber sie mit niemandem sprechen konnte. Heute führe ich allerdings keine Tagebücher mehr und auch die früheren Bände sind nach einigen Umzügen nicht mehr erhalten.


Julia Hornik, Landau

Während ich in jüngeren Jahren regelmäßig Tagebuch geführt habe, schreibe ich mittlerweile nur noch gelegentlich etwas auf. Damals habe ich weniger über konkrete Erlebnisse als vielmehr über alle möglichen Gedanken geschrieben. Die Tagebücher von damals besitze ich immer noch. Generell muss man wahrscheinlich einfach der Typ dazu sein, damit das Tagebuchschreiben als angenehm und nützlich empfunden wird.


Jakob Arheidt, Landau

Ich war fünf Monate unterwegs und habe in dieser Zeit täglich in mein Reisetagebuch geschrieben. Dies habe ich in erster Linie deshalb gemacht, damit ich mich später auch wirklich an alles erinnern kann. Ansonsten schreibe ich aber kein Tagebuch und hätte auch keine Lust, Probleme oder Sorgen zu verschriftlichen.


Melanie Morell, Mühlhofen

Als Jugendliche habe ich über alles geschrieben, was in dem Alter eben typisch ist. Heute führe ich kein klassisches Tagebuch mit Problemen und alltäglichen Erlebnissen mehr. Allerdings erstelle ich für meine Kinder regelmäßig ein Bildertagebuch, welches uns als Familie detailliert dokumentiert und am Ende des Jahres ausgedruckt wird.


Alexander Morell, Mühlhofen

Bisher hatte ich noch nie das Bedürfnis, Tagebuch zu führen. Auch Sport- oder Ernährungsgewohnheiten habe ich noch nie dokumentiert. Den Versuch, ein Bau-Tagebuch zu führen, habe ich nach drei Tagen abgebrochen. Glücklicherweise hat meine Frau dann aber eine Foto-Dokumentation erstellt.

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