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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Außenhandelsverband BGA und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben ihre Forderung nach einer geringeren Unternehmensbesteuerung bekräftigt. „Es ist höchste Zeit, die Unternehmensbesteuerung aus dem Jahr 2008 zu modernisieren“, sagte BGA-Präsident Holger Bingmann am Montag. Umwelt- und Klimaschutz seien zwar zu Recht die aktuell dringendsten gesellschaftspolitischen Themen, zugleich brauche man aber auch attraktive und moderne wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Beschäftigung von inzwischen über 45 Millionen erwerbstätigen Menschen zu sichern.

Ähnlich äußerte sich BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Die Bundesregierung müsse die effektive steuerliche Gesamtbelastung von Unternehmen auf das international niedrigere Niveau von maximal 25 Prozent senken, ließ er sich am Montag zitieren. „Nur so bleibt Deutschland als Investitionsstandort attraktiv. In den OECD-Mitgliedsländern liegt der Durchschnitt der steuerlichen Gesamtbelastung bei knapp 25 Prozent und in der EU sogar noch darunter bei rund 22 Prozent.“ Bei den Unternehmensteuern herrsche seit mehr als zehn Jahren Reformstillstand. Das schade dem Industrie- und Exportland Deutschland, so Lang. Sowohl der BGA-Präsident als auch der BDI-Hauptgeschäftsführer begrüßten Beratungen der Unionsfraktion über eine Modernisierung der Unternehmensbesteuerung. „Der BGA unterstützt die Zielsetzung, das deutsche Steuerrecht wettbewerbsfähig zu machen und uns internationalen Entwicklungen anzupassen“, sagte Bingmann. Lang bezeichnete die Vorschläge der Unionsfraktion zur Modernisierung des Unternehmensteuerrechts als „überfällig“.