Neue Konzepte der Reisebranche: Wie reist man heutzutage?

Urlaub im Zeitalter der Nachhaltigkeit

Für einen Großteil aller Deutschen ist Reisen ein unverzichtbares Lifestyle-Element. Wie man am liebsten reist, verändert sich ständig – so auch im Jahr 2020. Mit Pauschalreisen geben sich die Wenigsten zufrieden. Personalisierte Reisen bis hin zu Konzepten wie Microcations prägen die heutigen Urlaubstrends.

Der Weg ist das Ziel

Zu den größten Reisetrends des Jahres zählt bewusstes Reisen. Der Genuss jedes einzelnen Moments gehört hierzu ebenso wie der rege Austausch mit Einheimischen. Es geht nicht mehr um gehypte Urlaubsdestinationen oder die Jagd nach Sehenswürdigkeiten. Vielmehr rückt das entspannte Genießen in den Fokus – und zum Genießen braucht man vor allem eines: Zeit. Slow Travel nennen Reiseexperten diese Entwicklung. Der Trend trifft sich mit der vorherrschenden Bewegung hin zu umweltfreundlichem Reisen. Es muss nicht immer mit dem Flugzeug in den Urlaub gehen. Liebend gerne nimmt man sich in Zeiten der Flugscham die Zeit für die Anreise per Zug oder Fähre, um den CO2-Fußabdruck zu verringern.

Im Kontext von Urlaubsreisen war #Vanlife schon im vergangenen Jahr einer der beliebtesten Instagram-Hashtags. Tatsächlich entscheiden sich viele Slow Traveller für entspannte Road-Trips, bei denen sie ihre Destination auf eigene Faust erkunden. Manche verbringen heutzutage sogar das ganze Leben auf der Straße und arbeiten unterwegs.

Zurück zu den Wurzeln

Abgesehen von Slow Travel begeistern auch ursprüngliche Urlaube immer mehr Reisende. „Zurück zu den Wurzeln“ gilt gleich im doppelten Sinne – sowohl zu denen der Natur als auch zu den eigenen. Teure Hotels sind eindeutig out. Lieber schläft man unter freiem Himmel oder baut Unterkünfte aus Ästen. So wie man sich bei derart aufs Wesentliche reduzierten Urlauben besser kennenlernt, geht es auch beim Ancestry Travel um ein näheres Kennenlernen der eigenen Person. In diesem Fall inklusive Familiengeschichte. Seit Jahren schon kann man über DNA-Kits bestimmen, wo genau die eigenen Vorfahren ihre Wurzeln hatten. Und was wäre spannender, als sie im nächsten Urlaub vor Ort zu entdecken?

Individuelle Urlaubserfahrungen

Die genannten Trends bestätigen es: Deutlich wichtiger als Tourismus-Hotspots sind mittlerweile individuelle Reiseerlebnisse. Auch Themenreisen sind ein Teil dieser Entwicklung. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Genussreise nach Mittelamerika, wo einem Einheimische bei persönlichen Zigarrenmatchings zu Getränken aller Art die besten Varianten empfehlen? Oder einer Käsereise durch die malerische Landschaft Frankreichs? Von kulinarischen Reisen bis hin zu archäologischen Reiseangeboten gibt es etwas für jeden Geschmack – ob zu festen Reisezeiten wie den Schulferien oder kurzentschlossen. Spontane Persönlichkeiten können sich mittlerweile sogar auf sie zugeschnittene Urlaube an Orte organisieren lassen, die bis zur Abreise geheim gehalten werden.

Microcations für Vielarbeiter

Obwohl der Trend zum Slow Travel geht, kann sich nicht jeder alle Zeit der Welt mit dem Reisen lassen. Young Professionals haben beispielsweise meist einen stressigen Berufsalltag und daher keine Möglichkeit, beliebig lange in den Urlaub zu fahren. Vor diesem Hintergrund haben sich sogenannte „Microcations“ zu einem Trend entwickelt: Mehrmals im Jahr leisten sich Gestresste im Zuge dieses Urlaubskonzepts Kurzreisen in Form von zwei bis vier Übernachtungen.

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