Der ganze Mensch steht im Fokus

Asklepios-Chefarzt Dr. Matheiowetz betont Wichtigkeit des Gesprächs

Dr. med. Peter Matheiowetz – Chefarzt der Inneren Medizin. (Foto: Asklepios)

Germersheim. Seit Beginn des aktuellen Jahres wird am Asklepios Südpfalzklinikum Germersheim ein weiterer Schwerpunkt etabliert. Ein wichtiger Schritt wurde mit der Einstellung von Herrn Dr. med. Peter Matheiowetz, als Chefarzt, Innere Medizin, mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Diabetologie und Endokrinologie, zum 1. Januar vollzogen.

„Erkrankungen der inneren Organe können sehr vielfältig sein“, erklärt der Chefarzt im Interview. „So komplex wie der Magen-Darm-Trakt selbst, sind auch die Ursache seiner Funktionsbeeinträchtigungen. Am Asklepios Klinikum in Germersheim behandeln wir deshalb nicht allein die Dysfunktionen von Organen im Zusammenhang mit Magen-Darm-Erkrankungen, sondern nehmen uns zusätzlich Erkrankungen an, die Blutbildung, die Gallenblase/-wege, die Bauchspeicheldrüse oder auch das Immunsystem, die Schilddrüse sowie andere hormonbildende Drüsen, wie die Nebenniere und Hypophyse, betreffen.“

Der Ausbau der Viszeralmedizin am Standort Germersheim sei ein bedeutsamer Schritt gewesen, um das medizinische Angebot der Asklepios Südpfalzkliniken mit dem Ziel einer qualitativ hochwertigen Versorgung des Landkreises zu optimieren, wie es Klinikgeschäftsführer Frank Lambert bereits im Frühjahr betonte.

„Als Schlüssel zur Diagnostik von Krankheiten erachten wir die sogenannte Anamnese“, so der Chefarzt weiter. „Hierbei handelt es sich um ein offenes, aber diskretes, direktes Gespräch mit dem Patienten oder der Patientin, in dem durch gezielte Fragen bedeutende Hinweise und Informationen gewonnen werden. Um erfolgreich behandeln zu können, muss man die Vorgeschichte der Menschen kennen und den Betroffenen als Gesamtbild erfassen.“

Oftmals könne etwa die Ursache lebensbeeinträchtigender Beschwerden des Magen-Darm-Trakts in der Erkrankung anderer Organsysteme liegen. Für Dr. Matheiowetz sei insbesondere die Krankheit „Diabetes mellitus“ in den Bereich „Querschnittsfach“ einzuordnen. Demnach handele es sich um eine Erkrankung, bei der es unabdingbar sei, den Menschen als Gesamtheit zu betrachten, um alle verschiedenen Manifestationen behandeln zu können.

Vor allem der Ultraschall, als nebenwirkungsfreie diagnostische Methode, die praktisch alle Körperregionen der bildgebenden Diagnostik und gegebenenfalls der Therapie zugänglich mache, sowie die endoskopische Ultraschalluntersuchung, seien Bestandteile der täglichen Arbeit des breit ausgebildeten Internisten und ausgewiesenen gastroenterologischen Spezialisten.

Nicht zuletzt wegen des, der Funktion eines Zahnrads gleichenden, Zusammenhalts im Team am Klinikum in Germersheim und der Verlässlichkeit und Kompetenz des gesamten Fachpersonals könne sich ein jeder Patient gut aufgehoben fühlen.

Dr. Matheiowetz ist in Bruchsal aufgewachsen und fühle sich nach seiner Rückkehr in die Region erneut heimisch. Seine Erfahrungen aus seiner knapp 18-jährigen Tätigkeit als Oberarzt, Leiter des Ultraschallabors und Ultraschallausbilder (DEGUM) an den St. Vincentius Kliniken Karlsruhe sowie aus der Zeit als Oberarzt an der Paracelsus Klinik in Karlsruhe und zuletzt als leitender Oberarzt am St. Josefskrankenhaus in Heidelberg, komme den Patientinnen und Patienten zugute.

Der Familienvater will an die Philosophie des Krankenhauses, „Der Patient steht im Mittelpunkt“, anknüpfend, die Innere Medizin weiter ausbauen, unter anderem durch die Etablierung eines Ultraschalllabors. (per)

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