Der Klimawandel beschäftigt auch die Stadt Landau

Beim Pressegespräch „im Grünen“ zum Thema Klimaanpassung: Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs, Beigeordneter Rudi Klemm, OB Thomas Hirsch, Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron und Umweltamtsleiter Markus Abel (v.l.n.r.). (Foto: Stadt Landau)

Landau. Die Stadt Landau auf dem Weg der Klimaanpassung, war das Thema bei einem Pressegespräch im Grünen. Im Landauer Schillerpark zogen Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, der Beigeordnete Rudi Klemm, Fachleute des Umwelt- und Bauamts sowie des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs eine Zwischenbilanz. „Wie andere Städte weltweit steht auch Landau vor der Aufgabe, Maßnahmen für den Schutz des globalen Klimas zu ergreifen. Die Weichen in unserer Stadt sind gestellt, wir fangen nicht bei Null an und haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Hirsch zu Beginn.

Im Klimaschutz sieht er auch Chancen für eine Neuausrichtung der Stadtentwicklung. Bürgermeister Ingenthron erklärte, dass bereits vor zwei Jahren zukunftsweisende Konzepte und Strategien erarbeitet wurden. Unter anderem sprach er davon den Fahrradverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt zu stärken. Mit der Ausweisung von Fahrradstraßen, Radwegen, Radfahrstreifen und Rotmarkierungen seien bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Umweltdezernent Rudi Klemm sagte, dass es wichtig sei, Grünflächen – insbesondere die Parkanlagen sowie Kaltluftschneisen – in der Innenstadt zu erhalten und auszubauen. 

Seit Anfang des Jahres wird an einem Hochwasser- und Starkregenkonzept gearbeitet, das beim EWL angesiedelt ist. Es soll helfen, die Auswirkungen von extremen Regenfällen auf die Infrastruktur, Immobilien sowie Hab und Gut der Bevölkerung zu minimieren, so der Leiter des EWL, Bernhard Eck. Dabei erinnerte er an drei Starkregenereignisse im Jahre 2018. Unter anderem sollen besonders gefährdete Bereiche in der Stadt identifiziert werden. 

Federführend beim Thema Landschaftsplan ist die Abteilung Stadtplanung des Stadtbauamts. Dabei geht es unter anderem um die Erstellung einer Biotopverbundplanung für das Stadtgebiet oder die Definition von Erholungsflächen in der freien Landschaft. Beim Klimaschutzkonzept, das beim Umweltamt angesiedelt ist, gibt es Empfehlungen zum Klimaschutz, der regionalen Wertschöpfung und der Ressourcensicherheit. 

Das Klimaanpassungskonzept versucht die Stadt auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Priorität hat hier die Dach- und Fassadenbegrünung, erstellen und erhalten von schattigen Grünflächen und die Baumbepflanzung. Bereits gewonnene Erkenntnisse bei den einzelnen Themen fließen bereit in die tägliche Arbeit der Verwaltung mit ein. (tom)

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