Aufbruchstimmung im Kreishaus

SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt seit 100 Tagen im Amt

Der 47-jährige Kommunalpolitiker Dietmar Seefeldt ist seit 100 Tagen Landrat für den Kreis Südliche Weinstraße. Über zu wenig Arbeit kann sich der Jurist aus Offenbach nicht beklagen. (Foto: mda)

Landau. Am 1. Oktober des vergangenen Jahres bezog der Offenbacher Jurist und CDU-Politiker Dietmar Seefeldt das Büro des Landrats für die Südliche Weinstraße. Nachdem dessen Vorgängerin, Theresia Riedmaier (SPD), aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niedergelegt hatte, war es Seefeldt, der sich gegen die Mitbewerber Torsten Blank (SPD) und Bärbel Conrad (GRÜNE) bei der Wahl im Juni 2017 durchsetzen konnte. Im Gespräch mit dem Pfalz-Echo zog Seefeldt eine erste 100-Tage-Bilanz.

Das Büro am Ende des Flurs im ersten Obergeschoß hat Seefeldt von seiner Vorgängerin übernommen. Viel Kunst an der Wand und ein mannshoher „Ficus Benjamina“ im Rücken, so hat der neue Landrat die ersten hundert Tage den Kreis regiert. Doch räumliche Veränderungen sind schon angestoßen. „Der Benjamin fliegt raus und die grüne Wand wird demnächst neu gestrichen,“ sagt Seefeldt. Über weitere Veränderungen, die er bereits wenige Tage nach Amtsantritt innerhalb der Verwaltung angestoßen hatte, hält er sich bedeckt. Erst Gespräche mit Verwaltungsmitarbeitern bringen es ans Licht: Dietmar Seefeldt hat neue Regelungen installiert, die den Behörden-Bediensteten eine flexiblere Übertragung von Urlaubstagen und Arbeitszeitkonten ermöglicht.

Mit Dietmar Seefeldt an der Spitze der Kreisverwaltung, wurde ein Generationenwechsel vollzogen, der frischen Wind in die Amtsstuben bringt. (Foto: mda)

Dietmar Seefeldt, der vor seinem Amtsantritt bereits einige Jahre Stellvertreter des Germersheimer Landrats war, kennt das „Verwaltungsgeschäft“ aus der Praxis. Personelle Veränderungen hat Seefeldt keine getroffen – auch nicht im engsten Mitarbeiterkreis: Vorzimmer, persönlicher Referent, Fahrer und Pressestelle – sie alle arbeiten nun direkt mit dem neuen Landrat zusammen und spüren den „Generationenwechsel“.

Die „Generation Seefeldt“ hat bereits eine weitere organisatorische Veränderung angestoßen, die im Zusammenhang mit der technischen Verwaltungsausstattung steht. So können derzeit noch keine Termine oder Mails von unterwegs oder zu Hause bearbeitet oder eingesehen werden, da die entsprechenden Programme innerhalb der Verwaltung nicht implementiert sind. Das soll sich jetzt ändern.

„Die ersten 100 Tage waren wesentlich anstrengender, als ich es mir ausgemalt hätte“, so Dietmar Seefeldt, der mit allen Mitarbeitern bereits das persönliche Gespräch gesucht hatte und in den ersten Wochen bis spät in den Abend in internen Terminen festsaß. Wer durch die Flure im Kreishaus wandelt, scheint tatsächlich eine Aufbruchstimmung wahrzunehmen.

Es sind die „kleinen Rädchen“, die Seefeldt bislang gedreht hat und die nachhaltig zu großen Veränderungen führen sollen. Ob auf politischer Ebene, wie beispielsweise bei der Auftragsvergabe für die Umsetzung einer flächendeckenden Breitbandversorgung oder bei internen Prozessen.  (mda)

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