Initiatoren Lea Lautenschläger und Heinrich Reich mit Tochter Lina. (Foto: ebl)

Kandel. Lea Lautenschläger (Ergotherapeutin) und Heinrich Reich (Sozialpädagoge) möchten das pädagogische Betreuungsangebot in Kandel durch die Gründung eines Naturkindergartens sinnvoll erweitern. „Als wir Anfang 2019 aus Berlin gekommen sind, dachten wir, der Betreuungsschlüssel wäre hier besser. Dem ist aber nicht so“, erzählen die jungen Eltern. Nachdem sie für ihre Tochter keinen passenden Kindergartenplatz gefunden haben, reifte in ihnen die Idee, etwas Alternatives zu gründen.

In Berlin haben sie verschiedene Pädagogikformen kennengelernt. Naturkindergärten haben ihnen besonders gut gefallen. Witzigerweise bringen sie jetzt das Konzept von der Stadt aufs Land. Denn hier ist es noch wenig bekannt. Die nächsten Natur- und Waldkindergärten finden sich in Karlsruhe und Queichhambach.

In einem Wald- oder Naturkindergarten verbringen die betreuten Kinder mit ihren Erziehern die meiste Zeit im Freien, d. h. im Wald oder auf der Wiese. Nur bei sehr schlechten Witterungsbedingungen bleiben sie in der Unterkunft, z. B. in einem beheizbaren Bauwagen. „Mit dem Bienwald haben wir eine wertvolle Ressource, die sich dafür anbietet“, so Heinrich Reich.

Weitere Einzelheiten werden die Initiatoren bei einem Informationsabend am Donnerstag, 27. Juni, 18.30 Uhr, in der Praxis für Ergotherapie Lautenschläger, Bahnhofstraße 6, vorstellen. Dazu sind insbesondere Eltern eingeladen, die Interesse haben, mitzumachen. Der Naturkindergarten könnte schon im Frühjahr oder Sommer 2020 starten. (ebl)

Informationsabend am 27. Juni, um 18.30 Uhr, Bahnhofstraße 6, Anmeldung zur Vorbereitung der Sitzplätze sind erbeten unter naturkindergarten-kandel.de@mail.de oder 0151-515-988-02.

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