Alexander Schweitzer über die Zukunft

… die Südpfalz in zehn Jahren: Alexander Schweitzer über Mobilitäts- und Nachrichten-Apps, Glasfaserversorgung und motivierte Lehrer

Alexander Schweitzer blickt in die Zukunft. (Foto: SPD-Fraktion RLP/A. Heimann)

Alexander Schweitzer, seit 2014 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

Wie kommen die Südpfälzer 2030 von Annweiler nach Karlsruhe?

Durch einen klugen Mobilitätsmix, der energieeffizient, nachhaltig und vor allem bezahlbar ist. Wer von A nach B kommen möchte, kann zwischen verschiedenen gleichwertigen Angeboten auswählen. Dazu gehören das eigene Auto, Bus und Bahn, aber auch Carsharing oder das E-Bike. Die gesamte Routenplanung übernimmt eine Mobilitäts-App.

In welcher Branche in der Südpfalz gibt es die besten Chancen auf einen Arbeitsplatz?

Es werden vor allem gut bezahlte und gut abgesicherte Jobs sein. In den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die bereits heute prägend für die Südpfalz sind: Im Weinbau, in der Metallindustrie oder der Automobilwirtschaft. Aber auch in Branchen, deren Namen wir heute noch gar nicht kennen. In Dorfbüros finden Selbstständige, Gründer und Kreative attraktive und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in ihrer Nähe vor, Glasfaseranschluss inklusive.

Wie informieren Sie sich 2030 über regionale Ereignisse?

Die Menschen in der Südpfalz wollen wissen, was bei ihnen vor Ort passiert. Zur morgendlichen Routine gehört im Jahr 2030 der Blick in die lokalen Nachrichten-Apps. Auf meiner personalisierten Titelseite werden mir Nachrichten vom Erstligisten FCK, aus meiner Heimatstadt Bad Bergzabern und der Landespolitik angezeigt. Regionale und lokale Nachrichten verbreiten sich auf den digitalen Plattformen in Echtzeit. Mit dem digitalen Dorf-Funk halten sich Bürgerinnen und Bürger gegenseitig über Neuigkeiten in ihrer Gemeinde und ihrer Region auf dem Laufenden.

Wie sieht 2030 eine typische Schulstunde aus?

Der Unterricht findet weiterhin vor Ort in der Dorfschule statt. Der Schulranzen ist ein ganzes Stück leichter geworden, denn in jeder Schulstunde kommen digitale Lernmethoden zum Einsatz. Unsere Schulen sind Lernorte, an denen Kinder und Jugendliche individuell gefördert werden, begleitet durch motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Die soziale Herkunft eines Kindes spielt auch Dank sozialdemokratischer Bildungspolitik für den individuellen Bildungsweg keine Rolle mehr. Französisch als starke erste Fremdsprache hat einen festen Platz an unseren Schulen.

Wie sieht ein Gespräch zwischen Patienten und ihrem behandelnden Arzt aus?

Der persönliche Kontakt zwischen Patient und behandelndem Arzt ist auch im Jahr 2030 unersetzbar. Patientinnen und Patienten finden ein dichtes Netz an Haus- und Fachärzten vor. Die Landarztquote der Landesregierung hat dafür gesorgt, dass sich immer mehr junge Ärztinnen und Ärzte in der Südpfalz niederlassen. Die Telemedizin ermöglicht es Hausärzten, Patientinnen und Patienten auch in den eigenen vier Wänden noch enger medizinisch zu begleiten.

Vorheriger ArtikelNeuer Dorfladen in Nußdorf kommt: Ein Stück Lebensqualität
Nächster ArtikelIh-Ah-Eselsbrücke