Dominique Heintz ist ein ehemaliger Spieler des 1. FC Kaiserslautern, der vor zwei Jahren im Alter von 
21 Jahren in die erste Fußballbundesliga zum FC Köln gewechselt ist. Beim „Effzeh“ hat er sich inzwischen zu einer festen Säule in der Viererkette entwickelt und spielt gegen Weltklassespieler wie Lewandowski, Aubameyang und Co. jede Woche aufs Neue auf hohem Niveau. Er ist in Kirrweiler aufgewachsen und kennt als Sohn einer Metzgersfamilie auch traditionelle Pfälzer Gerichte. Schülerpraktikant Moritz Scherer sprach in einem Interview mit ihm über sein Leben in Köln, den Traum von der Nationalmannschaft und einer möglichen Rückkehr auf den Betze.

Hi Dominique, du spielst jetzt bereits deine zweite Saison in der 1. Bundesliga. Ist es immer noch etwas Besonderes, in der Bundesliga aufzulaufen? 

Dominique Heintz: Natürlich, ich glaube das wird immer etwas Besonderes bleiben. Da spielt es auch keine Rolle, wie lange man  schon in der Bundesliga gespielt hat. Dementsprechend freue ich mich auch immer, wenn am Wochenende Spieltag ist und ich auf dem Platz stehen kann.

Hast du vor bestimmten Gegenspielern besonderen Respekt?

Dominique Heintz: Respekt hat man natürlich immer, aber Angst keine. Ich gehe immer konzentriert ins Spiel, da spielt es auch keine Rolle, wie die Mannschaft oder der Gegenspieler heißt.

Wer sind deine besten Kumpels beim FC Köln?

Dominique Heintz: Da würde ich jetzt keine bestimmte Person nennen. Wir verstehen uns alle gut in der Mannschaft. Man merkt, dass wir eine gute Gemeinschaft haben.

Du zeigst in der Bundesliga konstant gute Leistungen und bist ein wichtiger Teil der Kölner Viererkette. Für die U 21 hast du auch schon gespielt. Kannst du dir vorstellen, in Zukunft auch mal für Deutschland aufzulaufen?

Dominique Heintz: (lacht) Ja klar, das auf jeden Fall. Wenn man alle Jugendmannschaften durchlaufen hat, ist es natürlich ein Traum, für die A-Nationalmannschaft aufzulaufen. Dafür muss ich aber meine Leistung genauso weiterbringen, wie ich es jetzt mache. Dann liegt es aber auch nicht in meiner Hand, das müssen andere entscheiden. Ich probiere aber auf jeden Fall, dass es irgendwann mal klappt.

Heutzutage ist es als Profifußballer auch sehr wichtig sich auf sozialen Netzwerken selbst zu vermarkten und für die Fans greifbar zu sein. Wie wichtig ist das für dich?

Dominique Heintz: Ja, wie du bereits gesagt hast, gehört das einfach dazu. Ich bin da auch aktiv, poste jetzt aber auch nicht jeden Tag etwas. Es muss einfach zum Anlass passen, beispielsweise wenn wir gewonnen haben, ein gutes Foto mit der Mannschaft. Ich glaube, das kann man immer für die Fans posten, dass sie einfach ein bisschen näher dran sind. Das mache ich auch sehr gerne und ich glaube viele in der Mannschaft machen das generell sehr gerne.

Wie bekommst du es hin, trotz des großen Medienrummels als Profifußballer auch mal abzuschalten?

Dominique Heintz: Indem ich einfach mal mein Handy zur Seite lege und nicht dran gehe. Beispielsweise im Sommer, wenn ich mit Freunden oder meiner Freundin im Urlaub bin, dann lege ich das Handy auch mal den ganzen Tag weg. Dann ist es auch nur dazu da, um Fotos oder Videos zu machen. Dafür gehe ich dann abends ans Handy und guck, was so passiert. Klar, ganz abschalten kann man als Profifußballer nicht, aber man kann schon so abschalten, dass man sich gut erholen kann.

Was sind deine Lieblingsgerichte und gehört etwas typisch Pfälzisches auch dazu?

Dominique Heintz:  Oh Gott (lacht). Ich esse eigentlich alles sehr gerne, wenn ich ehrlich bin. Klar, nach dem Sieg mal ne schöne Pizza oder so ist natürlich auch immer gut. Von den pfälzischen Gerichten esse ich sehr gerne ne Bratwurst. Saumagen hab ich als Pfälzer natürlich auch schon probiert, das geht während der Saison, aber nicht so oft. Aber ich esse durchweg auch gerne Salat und Fleisch. Von daher bin ich da bei eigentlich allem dabei.

Hast du dich in Köln bereits eingelebt und wie kommst du mit Traditionen wie dem sehr frenetisch gefeierten Karneval zurecht?

Dominique Heintz: Ja, natürlich fühle ich mich wohl in Köln. Sonst würde ich auch nicht so gute Leistungen bringen. Das hat von Anfang an gut gepasst. Der FC Köln hat mich sehr gut aufgenommen. Die Stadt ist auch sehr schön. Es war ja letztes Jahr mein erster Karneval in Köln. Da war ich gleich auf dem  Wagen dabei beim Rosenmontagsumzug. Dieses Jahr werden wir wahrscheinlich nicht mitfahren können, weil wenn wir im DFB- Pokal (Anm. d. Red.: Achtelfinale gegen HSV) eine Runde weiterkommen, dann spielen wir genau Dienstag oder Montag nach Rosenmontag die nächste Pokalrunde.

Verfolgst du deinen Heimatverein, den 1. FC Kaiserslautern immer noch? Wenn ja, wie siehst du die aktuelle Entwicklung?

Dominique Heintz: Ja klar, verfolge ich Kaiserslautern noch. Ich hab gestern erst den Rückrundenauftakt in Hannover auf der Couch gesehen. So wie ich kann, verfolge ich das auch. Ich lese auch sehr viel im Internet. Wenn es geht, versuche ich auch, die Spiele live zu sehen.

Hast du noch Freunde beim FCK bzw. besteht noch Kontakt?

Dominique Heintz: Ja, aber nicht mehr zu vielen. Mit Julian Pollersbeck, Roger Lutz und Gerry Ehrmann habe ich aber noch regelmäßig Kontakt. Der Rest sind hauptsächlich neue Spieler. Viele Spieler träumen davon, einmal auf der Insel (Anm. d. Red.: Premier League) zu spielen.

Hast du den gleichen Traum oder willst du vielleicht eines Tages auf den Betze zurückkehren?

Dominique Heintz: Darüber habe ich mir jetzt noch nicht so viele Gedanken gemacht. Selbstverständlich ist es für mich auch ein Ziel, irgendwann als Spieler nach Lautern zurückzukehren. Das habe ich schon immer gesagt und das hab ich auch damals gesagt, als ich weggegangen bin. Mit England habe ich mich bis jetzt noch gar nicht beschäftigt. Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl und ich denke, die deutsche Liga ist genauso gut wie die englische.

Wir wünschen dir alles Gute!

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